Stammtisch Neue Wohnformen: Eine Stiftung fürs Wohnen!

Kann mittels einer Stiftung die Baukultur in Eiderstedt erhalten und neuer Wohnraum geschaffen werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Vortrag von Rechtsanwältin und Notarin Beate Fischer. Ihre Überlegungen stellte sie beim Stammtisch Neue Wohnformen vor. Bei schönstem Wetter kamen viele Interessierte ins DAS FRIEDRICHS in Garding und fanden die Gedanken von Beate Fischer und Mitstreitern sehr interessant: Warum nicht gut erhaltene Häuser, Höfe, Haubarge in eine Stiftung einbringen und ihnen gegebenenfalls noch eine Mitgift mitgeben, damit sie auch weiterhin erhalten werden können? Die Stiftung kümmert sich um die Vermietung der eingebrachten Objekte.

Nach Aussage von Beate Fischer eignet sich eine Stiftung bestens, denn eine Stiftung sei wie ein „Werttresor, lebt ewig, hält zusammen, und das Vermögen ist in treuen Händen“. Für Beate Fischer ist eine Stiftung ein robustes Modell, wenn es darum geht, Werte zu erhalten. Hinzukommt, die Stiftung kann gemeinnützig sein, hat eine Satzung, an die alle gebunden sind und einen Stiftungsrat, der entscheidet auf Basis der getroffenen Vereinbarungen.

Es wäre dann auch die Stiftung, die die Verträge mit den neuen Mietern machen würde, ob nun an eine Wohngruppe vermietet wird oder an einzelne Mieter, das kommt auf den Einzelfall an. Es wäre zudem möglich, dass der Besitzer, der das Objekt in die Stiftung einbringt, sich ein Nießbrauchrecht einräumen lässt und damit lebenslanges Wohnrecht hat.

Beate Fischer stellte auch andere Modelle gemeinschaftlichen Wohnens vor, wie die Gründung einer Genossenschaft, die Gesellschaft bürgerlichen Rechts sowie die Form des Mietersyndikats als GmbH.