Stammtisch "Neue Wohnformen" beschäftigte sich mit "Wohnen mit Service"

In Oldenswort entsteht eine Anlage für 16 Bewohner, die im Alter gerne ihre Privatsphäre haben, aber auch den Anschluss an die Gemeinschaft suchen. „Wohnen 60+“ nennt Bürgermeister Bernd Pauls das Projekt. Er war auch der Initiator und stellte die Idee beim Stammtisch „Neue Wohnformen“ im Gemeindehaus St. Christian vor. 20 Teilnehmende hörten gespannt zu und fanden: Das Projekt eignet sich, um es auch in anderen Kommunen zu verwirklichen und ggfs. abzuwandeln. Die Anzahl der Apartments für eine bzw. zwei Personen sei passend für die Strukturen in Eiderstedt.

Bernd Pauls führte aus, dass neben den möblierten Apartments, Gemeinschaftsräume zur Verfügung stehen, so dass Frisör, Physiotherapeut, ggfs. Ärzte Sprechzeiten abhalten bzw. mobil vorbeikommen können. Der Anschluss an einen ambulanten Pflegedienst sei geplant. Ein Hausmeisterservice wird zur Verfügung stehen. Die Wohnungen, die ca 50-65 Quadratmeter groß sein werden, haben alle Terrassen, und es gibt auch gemeinschaftliche Gartenflächen. Das Objekt wird fußläufig zu allen Einkaufsmöglichkeiten in Oldenswort liegen. Der Investor wird sich auch um die Vermietung kümmern. Der Bürgermeister hofft, dass das Gebäude Ende 2027/Anfang 2028 bezugsfertig sein wird. „Einen alten Baum verpflanzt man nicht mehr“, so Bernd Pauls. „Diesen Schritt mit Ende 50, Anfang 60 zu tun, sei sinnvoll, um alles Notwendige in Ruhe vorzubereiten und sich auf sein neues Umfeld einzustellen.“

Für Bernd Pauls sei auch denkbar, diese kleine Wohnform beispielsweise für ein inklusives Wohnprojekt oder auch für ein Objekt, in dem Menschen mit Demenz gepflegt werden können, darzustellen. Der Clou: Ein Mal entwickelt, könne das Modell in Serie gehen, viele Kosten könnten gespart werden. Dem stimmten die Stammtisch Teilnehmer zu. Sie hoffen, weitere Objekte dieser Art folgen in Eiderstedt: Der Bedarf sei auf jeden Fall vorhanden. Das zeigte auch die angeregte Diskussion im Anschluss an die Ausführungen von Bernd Pauls.