Volles Haus bei "Erzähl mir was": über Wohnkultur in Eiderstedt
Im Rahmen der Reihe „Erzähl mir was!“ trafen sich Interessierte an Wohnkultur in Eiderstedt im wirtschaftscampus eiderstedt in Garding. Das Foyer war voll besetzt, die Diskussion sehr engagiert: Hans-Georg Hostrup, IG Baupflege, berichtete über die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen, Haubarge und Höfe zu retten und führte in die Historie des Zusammenwohnens und -lebens in Eiderstedt ein. Er erwähnte auch den großen Zuspruch, den die IG Baupflege insbesondere auch bei jüngeren Menschen findet: „Junge Menschen interessieren sich für die Gebäude und das Zusammenleben“, so Hostrup. Der Titel „Maueranker“, den die Zeitschrift der IG Baupflege trägt, sei bewußt gewählt: „Der Maueranker hält zusammen und verbindet uns“, so Hostrup.
Im Anschluss stellte Dr. Ilja-Kristin Seewald, Koordinatorin des Kooperationsraums Mittleres Eiderstedt/Eiderstedt pur einige Ergebnisse der Studie „Neue Wohnformen in Eiderstedt“ vor. "Die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich, im Alter an der dörflichen Gemeinschaft weiterhin teilhaben zu können. Gute Nachbarschaft sei wichtig zu Verhinderung von Einsamkeit. Die Qualität des Wohnumfelds bekomme für viele Menschen eine immer größere Bedeutung", so Seewald Die Studie hat zur Ausstellung: „Wie will ich wohnen?“ geführt. "Beides - Studie und Ausstellung -", so Seewald, "sollen dazu anregen, sich frühzeitig mit dem Thema Wohnen zu beschäftigen." Das Feedback der Teilnehmenden – Gäste wie Einheimische – lautete: "Gerne wiederholen, es war ein erkenntnisreicher Nachmittag." Sie wünschten sich, dass es hoffentlich bald auch ein Objekt eines Mehrgenerationenhauses oder -hofes geben wird, in dem dann auch eine „Erzähl mir was“-Veranstaltung stattfinden könnte. Es brauche Mut und Tatkraft, so die Meinung der Teilnehmenden, neue Wohnformen in Eiderstedt umzusetzen. Sie werden auf jeden Fall gebraucht und könne neues Leben in alte Höfe bringen
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